Bariatrische Chirurgie

Das Ziel der bariatrischen Chirurgie ist, mit operativen Methoden eine drastische und nachhaltige Gewichtsreduktion bei adipösen Patienten herbeizuführen.

Kontakt

Asylstrasse 10, 8708 Männedorf

Tel.
044 922 25 06
Fax
044 922 25 05

Leitender Arzt

Dr. med. Reint Burger

Sprechstunde nach telefonischer Vereinbarung unter 044 922 25 06
Asylstrasse 10, 8708 Männedorf
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044 922 25 06

Bariatrische Chirurgie
Erst wenn die konservativen Therapien zur Gewichtsreduktion fehlgeschlagen sind und die Voraussetzungen für einen bariatrischen Eingriff erfüllt sind, wird eine entsprechende Operation zum Thema. Im Rahmen einer spezialisierten Sprechstunde werden die chirurgischen Optionen inklusive Risiken im Detail erläutert.

Für ein beratendes Gespräch steht das chirurgische Team jederzeit zur Verfügung. Jetzt Termin vereinbaren.

Magenbypass Magenbypass
Magenbypass

Bei der Operation wird der größte Teil des Magens durch eine Heftnaht abgetrennt. Der Dünndarm wird direkt an den verbleibenden Magenteil angeschlossen.

Schlauchmagen (Gastric Sleeve Resection) Schlauchmagen (Gastric Sleeve Resection)
Schlauchmagen (Gastric Sleeve Resection)

Bei der Operation wird ein grosser Anteil des Magens entfernt. Es bleibt ein schlauchförmiger Restmagen.

Mehr zu bariatrischen Operationen

Voraussetzungen für eine Operation

Die Grundvoraussetzungen sind schweizweit durch die SMOB geregelt:

  • BMI > 35 kg/m2
  • Insgesamt zweijährige erfolglose konservative Therapien (Diäten)
  • Gute Compliance (Verpflichtung zur regelmässigen Nachkontrollen)

Operationstechniken

Wir beschränken uns auf die beiden Standard-Eingriffe, mit welchen man heute weltweit die besten Resultate erzielt: der Magenbypass und der Schlauchmagen. Magenbänder finden kaum mehr Verwendung.

Magenbypass (Roux-Y-Gastric Bypass)

Operationstechnik

Bei der Operation wird der grösste Teil des Magens durch eine Heftnaht abgetrennt. Der Dünndarm wird direkt an den verbleibenden Magenteil angeschlossen.

Wirkungsweise

Der Magenbypass hat drei Effekte. Die Magenverkleinerung führt dazu, dass nur noch kleine Portionen aufgenommen werden können und sich behandelte Personen schneller gesättigt fühlen. Die Veränderung der Darmpassage führt zu einem Sinken, resp. Ansteigen der Appetit anregenden, bzw. Appetit hemmenden Hormone, mit dem Resultat, dass man gar nicht erst so viel Appetit entwickelt. Weiter wird der Magenausgang und ein beträchtlicher Anteil des Dünndarmes nicht mehr vom Essen passiert. Dadurch mischt sich das Essen erst viel später mit den Verdauungssäften der Bauchspeicheldrüse.

Schlauchmagen (Gastric Sleeve Resection)

Operationstechnik

Bei der Operation wird ein grosser Anteil des Magens entfernt. Es bleibt ein schlauchförmiger Restmagen. Im Gegensatz zur Magenbypass-Operation wird am Dünndarm nichts verändert.

Wirkungsweise

Die Schlauchmagen-Operation hat zwei Effekte. Die Verkleinerung des Magens bewirkt ein schnelles Sättigungsgefühl. Es können also nur noch kleine Portionen zu  sich genommen werden. Die Veränderung der Darmpassage führt zu einem Sinken, resp. Ansteigen der Appetit anregenden, bzw. Appetit hemmenden Hormone, mit dem Resultat, dass man weniger Appetit hat.

Nach der Operation

Die ersten paar Tage nach der Operation
Für beide Eingriffe gibt es ein standardisiertes Vorgehen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Patienten nach Schlauchmagen etwas länger pürierte Kost zu sich nehmen müssen. Der Spitalaufenthalt beträgt normalerweise 3 bis 5 Tage.

Gewichtsverlust nach der Operation
Im Kurzzeitverlauf (3 bis 5 Jahre) wird bei beiden Methoden ein Gewichtsverlust von 60-80% des Übergewichts erwartet. Aufgrund fehlender Langzeiterfahrungen beim Schlauchmagen gilt die Magenbypass-Operation nach wie vor als „Goldstandard“.

Wann welche Operation?
Zeit und Art der Operation hängt von verschiedenen Faktoren wie Diabetes, Folgeerkrankungen, familiäre Magenkarzinom-Belastung, gastroskopischer Befund, Reflux-Beschwerden und dem momentanen BMI ab.

Nachsorge
Nach der Operation folgt eine lebenslange Nachsorge mit regelmässigen klinischen und laborchemischen Kontrollen. Das Ziel ist, einen allfälligen Nährstoffmangel (Vitamine, Eisen etc.) frühzeitig zu erkennen und auszugleichen. Es gibt auch weitere Probleme, welche auch noch nach Monaten und Jahren auftreten können, weshalb weitere Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt notwendig sind.

Die Nachsorge, aber auch die Koordination der präoperativen Abklärungen durch unsere Kollegen der Gastroenterologie, Radiologie, Pneumologie und der Kardiologie geschieht im Rahmen der Adipositas Sprechstunde.

Unser Team

Wir arbeiten eng mit den Kollegen der Medizin, Psychiatrie, Ernährungsberatung, Physiotherapie und Diabetesberatung zusammen. Zusammen bilden wir das Adipositaszentrum Männedorf.

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