Medienberichterstattung rund um Ralf Senner

Information des Spitals zur Trennung von Belegarzt Ralf Senner

Ralf Senner war als Belegarzt am Spital Männedorf tätig und somit nicht teil des hausinternen bariatrischen Teams. Patienten, welche das Adipositasprogramm des Spitals Männedorf durchlaufen, werden ausschliesslich von den hauseigenen Chirurgen, Prof. Dr. Rolf Schlumpf, Chefarzt Viszeralchirurgie, und Dr. med. Reint Burger, Leitender Arzt, operiert nach den Richtlinien der SMOB.

Das Spital Männedorf hat die Tätigkeit von Herrn Senner regelmässig kontrolliert. Herr Senners Operationsresultate waren gut und wiesen ausgesprochen wenig Komplikationen auf. Das Spital Männedorf hat sich auf Grund anderer Vorkommnisse und unterschiedlicher Ansichten zu Vorgehensweisen von Herrn Senner getrennt.

Was den Patienten anbelangt, der im Tagesanzeiger erwähnt wird, so wurde dieser von Ralf Senner als Selbstzahler angemeldet. Daher wurde die Überschreitung des Leistungsauftrages erst nach der Operation bekannt. In der Zwischenzeit wurden die Kontrollen so eingerichtet, dass dies nicht mehr möglich ist. Das Spital Männedorf hat gleich nach Bekanntwerden des Falles das Gespräch mit Herrn Senner gesucht. Herr Senner gab dabei zu Protokoll, nicht mit Absicht gehandelt zu haben. Es wurde darauf entschieden, den Patient vollumfänglich zu entschädigen. Eine Wiederholung eines solchen Falles hätte das Spital auf keinen Fall akzeptiert.

Wie bei allen Belegärzten hatte das Spital Männedorf auch bei Ralf Senner Informationen eingeholt, bevor er akkreditiert wurde. Diese konzentrierten sich insbesondere auf seine Tätigkeit an der Klinik Seeschau. Die Verantwortlichen der Klinik erteilen ihm für die dort durchgeführten Eingriffe gute Noten. Er konnte aber seine Tätigkeit an der Klinik Seeschau nicht fortsetzen, weil eine neue Auflage in Kraft trat, die das Vorhandensein einer Intensivstation vorschrieb. Vor Abschluss des Belegarztvertrags wurde Herr Senner von der Spitalleitung ausgiebig interviewt. In diesen Gesprächen erklärte er, dass er sein Unternehmen in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben musste.