Afterchirurgie
Erkrankungen am Darmausgang oder After sind häufig Leiden, die schon lange bestehen, stark stören und über die man dennoch nur ungern und selten spricht.
Typische Symptome sind Jucken, Brennen, Nässen, Stuhlschmieren, unwillkürlicher Stuhlverlust, Schmerzen oder Blutungen. Zudem können Schwellungen oder Knoten am Darmausgang auftreten.
Häufig werden diese Beschwerden auf Hämorrhoiden zurückgeführt und mit zahlreichen Hausmittelchen, Sitzbädern, Zäpfchen oder Salben behandelt.
Folgende Veränderungen behandeln wir an unserer Klinik:
- Hämorrhoiden: Krankhafte Vergrösserung und Vorfall von Blutgefässen (Venenpolster). Akute Schmerzen können bei Blutgerinnseln (Thrombosen) auftreten.
- Ekzeme: Ausschläge am Darmausgang, die durch Allergien (Kamillensitzbäder, Waschmittel, textile Farbstoffe, etc.) oder falsche Analhygiene ausgelöst werden können
- Marisken: Hautfalten am Analrand, welche nicht schmerzen, aber Probleme bei der Hygiene bereiten können
- Feigwarzen: Schmerzlose, durch Viren verursachte Knötchen am Darmausgang
- Abszesse, Fisteln: Schmerzhafte Eiteransammlungen am Darmausgang. Bei Aufplatzen eines Abszesses könne Fisteln entstehen: bleibende, röhrenförmige Verbindungen zwischen dem Enddarm und der Haut, aus denen Eiter oder Blut austritt und die die Bildung neuer Eiterungen begünstigen. Mit der Zeit kann der Schliessmuskel Schaden nehmen, was zu Stuhlinkontinenz führen kann.
- Fissuren: Schmerzhafte Risse der Haut am Darmausgang, die bei sehr hartem oder auch breiigem Stuhl auftreten können
- Vorfall des Enddarms: Der Enddarm tritt aufgrund einer Beckenbodenschwäche aus dem After heraus. Kann mit Entleerungsstörungen oder Stuhlinkontinenz einhergehen.
- Chronische Verstopfung: Ausbleiben einer geregelten Entleerung des Darmes. Kann durch Darmträgheit, Darmerkrankungen oder auch durch Verengungen des Dickdarms oder Enddarms bedingt sein.
- Stuhlinkontinenz: Unwillkürlicher Verlust von Stuhl. Häufige Ursachen sind Verletzungen des Schliessmuskels bei der Geburt oder eine Schwäche des Beckenbodens.
Wenn Beschwerden während mehrerer Wochen trotz Behandlung mit Zäpfchen, Salben oder anderen Medikamenten nicht bessern oder abheilen, sollten sie weiter abgeklärt werden.
Viele dieser Erkrankungen können mit einfachen Mitteln oder operativen Eingriffen geheilt oder gelindert werden.
Zögern Sie nicht, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber zu sprechen!

