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Magnetresonanztomographie

MRI-Diagnostik am Spital Männedorf

Seit Juli 2006 verfügt das Spital Männedorf über eine angegliederte, jedoch finanziell und personell unabhängige MRI (Magnet Resonance Imaging)-Anlage. Das MRI bringt für den Patienten eine bedeutend höhere Diagnostik-Sicherheit und ist für die Ärzte des Spitals, aber auch für die praktizierenden Ärzte der Region ein wichtiges Untersuchungsinstrument.

Was ist Magnetresonanztomographie?
Die Magnetresonanztomographie (MR, MRT oder MRI vom Englischen «magnetic resonance imaging») ist ein Bild gebendes Verfahren, mit dem das Körperinnere abgebildet werden kann. Diese Methode ist seit den 80er-Jahren ein fester Bestandteil der medizinischen Diagnostik. Im Vergleich zur Computertomographie liefert MRI eine kontrastreiche Darstellung von Weichteilgewebe und Flüssigkeit, wobei der Patient nicht mit einer ionisierenden Strahlung belastet wird.

Wie funktioniert das MRI?

Beim MRI werden die diagnostischen Informationen von Wasserstoffatomen gewonnen. Die meisten Wasserstoffatome befinden sich im Körper verbunden mit Wasser oder z.B. auch mit dem Körperfett. Die Untersuchung wird in einer Röhre durchgeführt, in der ein konstantes Magnetfeld erzeugt wird. Schwache elektromagnetische Signale werden durch den Körper gesendet und bewirken dabei, dass die Wasserstoffatome im Körper – als Reaktion auf die elektromagnetischen Signale der Maschine – für eine kurze Zeit ebenfalls schwache Radiosignale aussenden. Diese Signale vom Körper werden von Antennen aufgefangen und mit Hilfe komplexer Rechenprogramme am Computer als MRI-Bilder dargestellt.

Welche Untersuchungen erfolgen mittels MRI?

Mit dem MRI erzeugt man Schnittbilder des Gehirns, des musculo-skelettalen System sowie auch der inneren Organe. Die Orientierung der abgebildeten Gewebeschichten kann frei gewählt werden. Eine zusätzliche Anwendung ist die nicht-invasive Darstellung der Gefässe.

Wie läuft eine MRI-Untersuchung ab?

Die Untersuchung dauert, je nach Fragestellung sowie angewandter Technik, etwa 30 bis 50 Minuten. Unter Umständen ist eine Kontrastmittelinjektion in eine Vene notwendig, um eine bessere Darstellung des Gewebes bzw. der Gefässe zu erzielen. Dieses Kontrastmittel ist nicht jodhaltig, kann jedoch in sehr seltenen Fällen kleine allergische Reaktionen hervorrufen. Deshalb muss der Arzt im MRI vor der Untersuchung wissen, ob der Patient gewisse Allergien hat. Während der Untersuchung sollte der Patient ruhig liegen, da die Bildqualität sehr störungsanfällig auf Bewegungen ist. Im Verlauf der Untersuchung hört man immer wieder auftretende, laute Klopfgeräusche. Deshalb bekommen die Patienten einen Ohrenschutz und je nach Untersuchungsregion evtl. Musik zu hören.

Nach heutigen Erkenntnissen ist eine MRI-Untersuchung für den menschlichen Organismus unschädlich. Allerdings können nicht alle Personen mittels MRI untersucht werden. Personen, welche in ihrem Körper fremde Elemente (z.B. Herzschrittmacher) haben, können nicht mittels MRI untersucht werden, da diese Fremdkörper durch das starke Magnetfeld beeinflusst würden.

Wichtig ist, dass allfällige Kontraindikationen schon im Voraus durch den zuweisenden Arzt eruiert werden. Viele Fragestellungen lassen sich ggf. durch Alternativuntersuchungen beantworten (Röntgen, Doppler-Ultraschall, CT, Myelographie u.a.). Beachten Sie bitte auch die Hinweise zur MRI-Patientenvorbereitung.