Erfolgreiches 2018

Das Spital Männedorf behandelte 2018 mehr stationäre und ambulante Patientinnen und Patienten als im Vorjahr und die Bettenauslastung stieg gegenüber 2017 um 1.4 Prozent. Dank besserem Einsatz der Ressourcen konnten die Kosten auf Vorjahresniveau gehalten werden. Dies führte zu einem erfreulichen Jahresergebnis von rund 3.2 Mio. Franken.

Am Spital Männedorf wurden 2018 trotz weiterer Verschiebungen in den ambulanten Bereich 7‘719 Patientinnen und Patienten stationär behandelt. Das sind 0.3 Prozent mehr als im Vorjahr (7‘692). Bei den Geburten konnte ein neuer Rekord verzeichnet werden: 552 Kinder erblickten in Männedorf das Licht der Welt. Die Bettenauslastung lag bei 87.8 Prozent und war damit um 1.4 Prozent höher als im Vorjahr. Der Schweregrad der Eingriffe (CMI) ist durch eine Zunahme der akutgeriatrischen Patienten nochmals gestiegen.
Auch im ambulanten Bereich wurden im Vergleich zum Vorjahr mehr Leistungen erbracht. Diese Entwicklungen führten zu einem Umsatzplus von 5.3 Mio. auf 129 Mio. Franken. Gleichzeitig konnten die  Kosten auf Vorjahresniveau gehalten werden. Dadurch resultierte ein Reingewinn von 3.2 Mio. Franken, wobei 900‘000 Franken auf einen ausserordentlichen Ertrag durch den Verkauf einer nicht betriebsnotwendigen Liegenschaft zurückzuführen sind.

Gut vorbereitet
Das Spital Männedorf hat trotz der Vorgabe, dass 15 Eingriffe nur noch ambulant durchgeführt werden dürfen, mehr stationäre Patienten behandelt als im Vorjahr. „Dies zeigt, dass wir gut darauf vorbereitet waren und schon vor der gesetzlichen Reglementierung wenn immer möglich Patienten ambulant behandelt haben“, erklärt Beatrix Frey-Eigenmann, Verwaltungsratspräsidentin des Spitals Männedorf. Bereits 2015 hat Männedorf mit dem Neubau des Behandlungstraktes die chirurgische Abteilung auf mehr ambulante Eingriffe ausgerichtet und im Januar 2018 eine medizinische Sprechstundenabteilung eröffnet. Im Mai 2018 wurde zudem das zweite MRI-Institut in Meilen in Betrieb genommen.
Entscheidend für das gute Ergebnis war jedoch auch die leichte Reduktion der Personalkosten. Neu orientiert sich die Personalplanung an einer durchschnittlichen Auslastung von 85 Prozent. Spitzenauslastungen werden mit flexiblen Lösungen abgedeckt. „Damit haben wir uns besser auf die Schwankungen eingestellt, denen wir als Grundversorger ausgesetzt sind“, so Stefan Metzker. Auch der Materialaufwand blieb trotz zusätzlicher chirurgischer Eingriffe im Rahmen des Vorjahres. Dies war dank diverser Kosten senkenden Massnahmen und der ständigen Verbesserung der Abläufe möglich.

Hohe Qualität und zufriedene Mitarbeitende
Ein wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr war die Zertifizierung der zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (EN ISO 13485:2016). Jährlich werden dort rund 620‘000 Artikel gereinigt, desinfiziert, auf die Funktion hin überprüft, gepflegt, verpackt und sterilisiert. Dank der Zertifizierung kann das Spital diese Dienstleistung seit Anfang 2018 auch externen Kunden wie Arztpraxen oder Ambulatorien anbieten.
Ein weiteres wichtiges Qualitätssiegel erhielt das Spital Männedorf im Sommer 2018: das Arbeitgeber-Ranking von Bilanz und Le Temps kürte das Spital Männedorf zu den 250 besten Arbeitgebern in der Schweiz. Das bestätigt auch das interne Mitarbeiter-Monitoring, gemäss welchem rund 80 Prozent der austretenden Mitarbeitenden das Spital Männedorf als Arbeitgeber weiterempfehlen würden.

Gut vernetzt in die Zukunft
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Gesundheitsdienstleistern. So konnte die Zusammenarbeit mit der Permanence Rapperswil-Jona etabliert und jene mit der Spitex Zürichsee vertieft werden. Ein weiterer wichtiger Partner in der Palliativmedizin wurde Onko Plus, welche in enger Zusammenarbeit mit der Spitex schwer kranke Menschen zu Hause betreut. Zwei Mitarbeiterinnen von Onko Plus haben 2018 Büroräumlichkeiten im Spital Männedorf bezogen.
Weiter vertiefte das Spital Männedorf die Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Zürich im Bereich der Bauchchirurgie.
Das Spital wird auch in Zukunft noch stärker auf die Zusammenarbeit mit Partnerspitälern setzen. „Wir möchten die Zusammenarbeit auf wenige Partner fokussieren und dafür noch verlässlichere und engere Beziehungen schaffen“, erläutert Beatrix Frey-Eigenmann.
Das Spital Männedorf wird seine Strategie weiterverfolgen und eine breit abgestützte Grundversorgung mit Spezialitäten anbieten, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung der Region ausgerichtet sind. Zu den Spezialgebieten gehören die Urologie, Orthopädie, Darm- und Übergewichtschirurgie, Brustchirurgie, Onkologie, Akutgeriatrie und Palliativmedizin.

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