Jahresergebnis 2019: Gesunde Entwicklung trotz Corona-Krise

Das Spital Männedorf blickt auf ein gutes 2019 zurück: Mit über 8000 stationäre Patienten wurde eine neue Höchstmarke erreicht. Auch im ambulanten Bereich konnte eine markante Steigerung verzeichnet werden. Bezüglich Umsatz- und Fallzahlen war Männedorf 2019 das Spital mit dem prozentual grössten Wachstum im Kanton Zürich. Dies sind gute Voraussetzungen, um die massiven Auswirkungen der Corona-Krise zu meistern.

Geschichten, Fakten und Zahlen aus dem Jahr 2019.

Die erfreuliche Entwicklung des Spitals Männedorf der letzten Jahre hat sich auch 2019 fortgesetzt. Erstmals durften mehr als 8000 stationäre Patientinnen und Patienten behandelt werden und im ambulanten Bereich konnte eine Steigerung des Ertrages um 6,7% verzeichnet werden. Zudem schaffte die Geburtenabteilung 2019 wiederum einen Geburtenrekord: 587 Kinder haben im Spital Männedorf das Licht der Welt erblickt.


Die Fallschwere (Case-Mix Index) lag mit 0,9418 weiterhin über dem Durchschnitt der Zürcher Regionalspitäler. Die Bettenauslastung betrug 86,3 Prozent und bewegt sich damit deutlich über Vorjahresniveau und der Auslastung der meisten anderen Spitäler im Kanton. Diese Entwicklungen führten zu einem Betriebsertrag von 133,2. Mio. Franken und damit im Vergleich zum Vorjahr zu einem Umsatzplus von 4 Mio. Franken. Insgesamt verzeichnete das Spital Männedorf einen Gewinn von 2,1 Mio. Franken.
In Bezug auf den Umsatz und die Fallzahlen war das Spital Männedorf im vergangenen Jahr das Spital mit dem prozentual grössten Wachstum im Kanton Zürich.

Die wichtigsten Meilensteine 2019:

  •  Kooperation mit Universitätsspital Zürich
    Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit dem Universitätsspital Zürich (USZ) im Mai 2019 war ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Spitals. Damit wurde die Basis geschaffen, das Angebot noch besser auf die Menschen in der Region ausrichten und ihnen eine umfassende Betreuung mit direkterem Zugang zur hochspezialisierten Medizin bieten zu können. Weiter wirkt sich die Nähe zur universitären Medizin positiv auf die Entwicklung der Qualität und Patientensicherheit aus.
    Die Kooperation ermöglicht die Abstimmung der Versorgungsstrategien der beiden Partner und eine bessere integrierte Versorgung. Das Kooperationsmodell ist gesundheitspolitisch wegweisend, ermöglicht eine bessere Behandlungsqualität und wird auch zu Einsparungen führen.

  • Einführung eines neuen Klinik-Informationssystems
    Anfang März 2019 ging das neue Klinik-Informationssystem nach zweijähriger Vorbereitung und grossem Einsatz vieler am Projekt beteiligten Mitarbeiter in Betrieb. Das System erlaubt eine zeitnahe Dokumentation und den Austausch aller wichtiger Informationen bei der Abklärungen und Behandlung von Patienten und Patientinnen.

Das Wesentliche aus dem Spitaljahr 2019 auf einen Blick:

Detaillierte Informationen zum Geschäftsjahr 2019:



Das Jahr 2020: Ein guter Start mit ungewissem Ausgang
Das neue Jahr hat vielversprechend gestartet. Die beiden neuen Chefärzte Dr. Dominik Schneider (Innere Medizin) und Prof. Marco Bueter (Chirurgie), haben mit viel Schwung die Leitungen ihrer Klinik übernommen und sich mit dem ganzen Team rasch an die Umsetzung der Unternehmensstrategie 2020-2025 gemacht. Dazu gehört die Vertiefung der Kooperation mit dem USZ; zum Beispiel mit der für Juni 2020 geplanten Zertifizierung des gemeinsamen Brustzentrums.

Im März wurde das Spital Männedorf, wie alle Spitäler in der Schweiz, wegen der COVID-19-Pandemie in einen Sondermodus versetzt. Mit der verordneten Freihaltung der Kapazitäten für die Bewältigung der Krise durch die Behörden, war das Spital über Wochen stark unterbelegt. Auch wenn wir froh sind, dass viel weniger Kapazitäten für COVID-19-Patienten und Patientinnen in Anspruch genommen werden mussten als angenommen, ist der absehbare Verlust von mehreren Millionen Franken eine bittere Pille. Am 27. April konnte der Spitalbetrieb wieder langsam hochgefahren werden. Weil aber weiterhin umfassende Vorhalteleistungen für Verdachtsfälle und einzelne Covid-19 positive Patienten zu erbringen sind, wird es schwierig sein, wieder eine Vollauslastung zu erreichen. Leider zeichnet sich im Kanton Zürich bezüglich der Kompensation der gemeinwirtschaftlichen Leistungen und der damit verbundenen Ertragsausfälle noch keine Lösung ab.

Dennoch geht das Spital gestärkt aus der Krise hervor; sie wurde mit einer starken Teamleistung bestens gemeistert. Positiv war auch die gute Zusammenarbeit mit allen anderen Protagonisten der Gesundheitsversorgung, den Behörden und Milizorganisationen am rechten Zürichseeufer. Es zeigt auch die Wichtigkeit einer starken regionalen Verankerung und guten Vernetzung. Auch wenn COVID-19 das Spital Männedorf finanziell schwer getroffen hat, ist der Elan der Spitalführung und der Mitarbeitenden ungebremst. Das Spital möchte für die Region da sein und als vernetzter Partner noch attraktiver werden.