Physiotherapie – sicher und geschützt ans Ziel

Nach einem Unfall, einer Erkrankung oder einer Geburt. Viele von uns waren schon einmal in physiotherapeutischer Behandlung und wissen den Nutzen dieser Therapieform zu schätzen. Umso grösser war die Erleichterung, als der Physiotherapiebetrieb am 27. April wieder voll aufgenommen werden konnte.

Romeo Müller, Leiter Physiotherapie im Spital Männedorf

Mittlerweile dürfen wieder alle Therapiearten unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsvorgaben angewendet werden. Einzelsitzungen wie auch Gruppentherapien.

Im Unterschied zu „normalen“ Zeiten tragen heute Therapeuten wie auch Patienten Schutzmasken. Zusätzlich wird bei der Begrüssung auf körperlichen Kontakt verzichtet. Auch waschen sich Therapeuten und Patienten vor jeder Sitzung die Hände. Weiter werden Kontaktflächen desinfiziert.

Obschon in den ersten Wochen nach Praxisöffnung noch die Angst vor dem Virus zu spüren war, hat die Auslastung kontinuierlich zugenommen. „Mittlerweile empfangen wir bereits schon wieder fast so viele Patienten wie vor der Pandemie. Die Erleichterung unserer Patienten war spürbar“ sagt Romeo Müller, Leiter Physiotherapie im Spital Männedorf. Auch für sein Team war es anfangs sehr ungewohnt, Behandlungen unter den Vorgaben des BAGs durchzuführen. Wenngleich sich nun alle daran gewöhnt hätten, seien sie froh, wenn sie wieder auf das ständige Tragen der Masken verzichten dürften.

Vermeidung von Kollateral- und Sekundärschäden
Nach wie vor gibt es Patienten, die sich noch nicht wieder in die Therapie getrauen. Hier gilt es abzuschätzen, ob der Ausfall der Therapie oder des Trainings unter Umständen nicht gravierender ist, als den Weg ins Spital auf sich zu nehmen. Denn durch die Zeit und ohne direkte Therapie können Kollateral- oder Sekundärschäden entstehen. Eine Änderung der jetzigen Situation ist noch nicht absehbar und das Schutzkonzept im Spital Männedorf hat sich bewährt.

Neue Wege – zum Wohl der Patienten
Da während einigen Wochen die Vor-Ort-Betreuung nicht möglich war, hat sich das Team der Physiotherapie Alternativen zur direkten Therapie überlegt. Während telemedizinische Leistungen per Facetime, Zoom und Skype angeboten wurden, kamen andere Patienten in den Genuss von massgeschneiderten Anleitungen mit Videos und Übungsinstruktionen. Dieser Effort wurde von allen gleichermassen geschätzt. Vor allem da viel Wert auf einen persönlichen Dialog und Austausch gelegt wurde. 

Auch für die Zukunft sind digitale Ansätze eine Überlegung wert, wie Romeo Müller anmerkt: „Ich denke, dass wir im Kern unserer Arbeit nicht auf den direkten Kontakt mit dem Patienten und Kunden verzichten können. Es gibt jedoch sinnvolle Ergänzungen und Hilfestellungen, gerade im digitalen Segment, welche die Therapie gezielt und im Sinne eines qualitativen Mehrwerts bereichern können.“

Fit trotz Pandemie
Auch das Training in den MTT-Räumen ist mittlerweile wieder möglich. Lediglich die gemeinsamen Garderoben können momentan nicht benutzt werden. Dafür gibt es eine Einzelgarderobe und Kästchen für Kleider und persönliche Gegenstände. Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln, kann das individuelle Trainingsprogramm wieder absolviert werden. „Unsere Kunden schätzen dies sehr und kommen gut mit den Vorgaben zurecht“ so Romeo Müller.