Heute ist der „Putz deinen Kühlschrank“-Tag

Mit einer regelmässigen Kühlschrank-Reinigung kann man sich vor unerwünschten und krank machenden Keimen schützen. Unsere Ernährungsberaterin Evelyne Mäder verrät, worauf man achten muss.

Alles hat seinen Platz.

„Im Kühlschrank wimmelt es nur so von Keimen. In einer Untersuchung von Kühlgeraten wurden rund 11,4 Millionen Keime pro Quadratzentimeter gefunden. Neben nützlichen und erwünschten Mikroorganismen, zum Beispiel zur Fermentation von Joghurt und Aromabildung beim Käse, tummeln sich häufig auch unliebsame krank machende Keime herum.


Gemäss Erhebungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) finden Infektionen mit bakteriellen Erregern am zweithäufigsten im Haushalt statt. Die Ausbrüche wurden meist auf eine fehlerhafte Zubereitung oder Lagerung zurückgeführt.


Den Kühlschrank sauber und hygienisch zu halten ist daher sehr wichtig. Im Idealfall sollte er alle vier bis sechs Wochen gereinigt werden. Ist es bei Ihnen schon etwas länger her? Dann nutzen Sie doch den heutigen „Putz deinen Kühlschrank“-Tag dafür.

So funktionierts:
Alle Lebensmittel, deren Verfallsdaten („zu verbrauchen bis“) bereits abgelaufen sind, gehören in die Tonne. Wenn ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben ist, können die Lebensmittel – wie es der Name schon vermuten lässt – auch über das Datum hinaus verzehrt werden. Nehmen Sie das Produkt genauer unter die Lupe und fragen Sie sich: Ist die Packung aufgebläht? Hat es Schimmel? Riecht oder schmeckt es ungewöhnlich?  Wenn Sie Zweifel haben, dann trennen Sie sich lieber davon.


Alles ausgeräumt und geputzt? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und räumen Sie den Kühlschrank auch gleich richtig ein. In den meisten Kühlschränken gibt es nämlich verschiedene Temperaturbereiche. Diese eignen sich ideal für die unterschiedlichen Aufbewahrungsansprüche der Nahrungsmittel.

Grundsätzlich soll die Temperatur im Kühlschrank auf 4 bis 6°C eingestellt werden.

 

  • Die Etage oberhalb der Gemüseschublade ist die kälteste und eignet sich daher am besten für die Lagerung von Fleisch und Fisch.
  • Oberhalb davon sollen die Milchprodukte aufbewahrt werden.
  • In die oberste Etage gehören Käse und zugedeckte Speisereste.
  • In der Gemüseschublade kann auch Obst seinen Platz finden.
    Dabei ist zu beachten, dass ethylen-reiche Nahrungsmittel (wie Äpfel, Bananen, Avocado, Aprikosen) den Reifeprozess von ethylen-empfindlichen (wie Kiwi, Mango, Brokkoli, Peperoni) beschleunigen.
    Zitrus- und Südfrüchte gehören eigentlich sowieso nicht in den Kühlschrank. Sie sind kälteempfindlich und können in der Kälte ihr Aroma verlieren.
  • Zum Schluss sollen in der Türe Eier, Butter, Saucen, Getränke und empfindliche Öle (z.B. Leinöl) aufbewahrt werden.“


Vielen Dank Evelyne Mäder, von unserer Ernährungsberatung!


Wir machen uns ans Werk, Sie hoffentlich auch!