Urogynäkologie unter neuer Leitung mit neuer Vision

Per Anfang November hat Dr. med. Matthias Werner als Leitender Urogynäkologe im Spital Männedorf seine Tätigkeit aufgenommen. Er hat eine klare Vision, die den Frauen in unserer Region nachhaltig mehr Lebensqualität bringen soll.

Frauen jeden Alters möchten aktiv bleiben.

Das Spital Männedorf konnte mit Dr. med. Matthias Werner einen erfahrenen und visionären Urogynäkologen für die Nachfolge von Dr. med. Stefan Zachmann engagieren. Nachdem er bereits im Kantonsspital Winterthur ein Beckenbodenzentrum mitaufgebaut hat, war es Zeit für eine neue Herausforderung. Ihn reizte die Möglichkeit, mit seiner Erfahrung und Kompetenz in Männedorf ein neues interdisziplinäres Beckenbodenzentrum aufbauen zu können. Dabei liegt ihm die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen sehr am Herzen.


Die Problematik der weiblichen Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden werden angesichts der demographischen Entwicklung mit zunehmendem Lebensalter an Bedeutung gewinnen. Unabhängig des Lebensalters möchten Frauen aktiv und mobil bleiben und auf eine hohe Lebensqualität nicht verzichten. Sie sind nicht nur sexuell noch aktiv, sondern machen auch viel Sport, wandern und pflegen einen gesunden Lebensstil. Gerade solche aktive Frauen leiden im täglichen Leben unter Beckenbodenbeschwerden wie zum Beispiel Inkontinenz oder Blasensenkungen. Auch jüngere Frauen können durch Schwangerschaften und Geburten betroffen sein. In den letzten Jahren wurden auf dem Gebiet der Urogynäkologie grosse Fortschritte gemacht. Es stehen uns zahlreiche moderne Behandlungsansätze zur Verfügung, sei dies durch nicht-operative Behandlungen wie zum Beispiel intensivierte Beckenbodenphysiotherapie, medikamentöse Applikationen wie Botoxinjektionen oder durch moderne Operationsverfahren.

Für das Spital Männedorf nehmen diese Frauen einen wichtigen Platz ein. Der Vorteil eines Behandlungszentrums an unserem Spital besteht darin, dass auch komplexere, schwierigere Fälle mit mehreren Fachdisziplinen beurteilt und erfolgreich behandelt werden können.

Werdegang Dr. med. Matthias Werner

Er absolvierte sein Medizinstudium in Greifswald und Freiburg im Breisgau. Schon unmittelbar nach seinem Studium vertiefte er sein Wissen in der Urogynäkologie. Die Assistenzarztjahre verbrachte er in der Schweiz in grossen Kliniken. Anfangs im Kantonsspital Luzern und später dann im Universitätsspital Zürich und zuletzt im Kantonsspital Winterthur (KSW), wo er das Facharztdiplom für Gynäkologie und Geburtshilfe erlangte. Im KSW hat er zudem den operativen Schwerpunkt für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie  den Schwerpunkt für Urogynäkologie erworben. 12 Jahre war er am KSW tätig, bevor er ans Spital Männedorf geholt wurde, 6 Jahre davon bereits als Leitender Arzt für Urogynäkologie. In dieser Funktion war er massgeblich am dortigen Aufbau des Beckenbodenzentrums beteiligt. Das Spital Männedorf profitiert nun von seinen wertvollen Erfahrungen.