Über diese Krankheit

Um was es geht

Erwachsene Personen jeglichen Alters können betroffen sein – rund drei Viertel der Erkrankten sind Frauen. Am häufigsten tritt Schilddrüsenkrebs im Alter von 25 bis 55 Jahren auf. Risikofaktoren für die Entwicklung von Schilddrüsenkrebs sind zum einen eine erbliche Vorbelastung durch Schilddrüsenkrebserkrankungen in der Familie und zum anderen eine ausgeprägte Strahlenexposition wie zum Beispiel durch eine vorangegangene Strahlentherapie im Halsbereich. Auch Jodmangel und eine genetische Prädisposition können zu Schilddrüsenkrebs führen.

Arten

Die wichtigsten Unterarten beim Schilddrüsenkrebs sind das papilläre Schilddrüsenkarzinom, das medulläre Schilddrüsenkarzinom sowie das anaplastische Schilddrüsenkarzinom. Das papilläre Schilddrüsenkarzinom macht bis zu 80 Prozent aller Schilddrüsenkarzinome aus. Es produziert keine Schilddrüsenhormone. Das medulläre hat häufig einen genetisch bedingten Hintergrund und kommt familiär gehäuft vor. Das anaplastische Schilddrüsenkarzinom ist ein äusserst aggressiver bösartiger Tumor, der aber nur äusserst selten vorkommt.

Symptome und Folgen

Meistens fällt ein Knoten in der Schilddrüse entweder als Tastbefund oder als Zufallsbefund im Rahmen einer anderen Untersuchung auf. Nur etwa fünf Prozent der Schilddrüsenknoten sind bösartig. Ein mögliches erstes Symptom kann eine Stimmbandlähmung sein. Selten ist die Erkrankung bereits weit fortgeschrittene. In diesem Fall können Lymphknoten in der Region vergrössert sein oder Beschwerden einer fortgeschrittenen Krebserkrankung wie Nachtschweiss, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust oder Fieber vorliegen.

Was wir für Sie tun

Untersuchung und Diagnose

Jeder Knoten in der Schilddrüse, der einen Durchmesser von mehr als einem Zentimeter hat, sollte weiter abgeklärt werden. Als erste Bildgebung erfolgt ein Ultraschall und gegebenenfalls eine nuklearmedizinische Untersuchung. Bei einem verdächtigen Befund folgt eine Feinnadelpunktion. Mithilfe einer feinen Nadel wird hierbei eine Gewebeprobe entnommen und ausgewertet. Besteht der Verdacht, dass der Krebs bereits gestreut hat und Ableger an anderen Stellen im Körper vorliegen, wird zusätzlich eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt.

Behandlung

Die Situation wird am interdisziplinären Tumorboard zusammen mit den Spezialistinnen und Spezialisten der Endokrinologie, der Nuklearmedizin, der Onkologie, der Chirurgie, der Radiologie, der Pathologie und allenfalls weiteren Fachgebieten besprochen. In der Regel wird eine vollständige oder teilweise operative Entfernung der Schilddrüse empfohlen. Im Falle einer vollständigen Schilddrüsenentfernung ist eine lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen nötig. Hat sich der Krebs bereits im Körper verbreitet, stehen modernste zielgerichtete Medikamente zur Verfügung.

Zuständige Fachbereiche

Endokrinologie & Diabetologie
Onkologie
Radiologie
Viszeralchirurgie

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