Start in die «Babyflitterwochen»

Geniessen Sie nach der Geburt die ersten Augenblicke im Leben Ihres Kindes – in Ruhe und ohne Störung durch Dritte. Bereits in der ersten Lebensstunde können Sie, unterstützt von der Hebamme, Ihr Baby stillen. Nach zwei bis vier Stunden begleiten wir Sie und Ihr Baby in Ihr Zimmer auf der Wochenbettabteilung.

Dort werden Sie von unserem erfahrenen Team aus Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden, Hebammen und Stillberaterinnen ganzheitlich und umfassend betreut. Dabei orientieren wir uns an den Richtlinien der UNICEF und arbeiten nach dem Konzept des «Kinaesthetik Infant Handling».

Begegnungen, die gut tun

Beziehung zwischen Eltern und Kind fördern

Wir unterstützen Sie gerne dabei in einem entspannten Umfeld schon in den ersten Lebensstunden eine enge Bindung zum Baby aufzubauen. Während des Wochenbett-Aufenthalts zeigen wir Ihnen gerne das korrekte Binden des Tragetuchs. Bringen Sie Ihr eigenes Tuch mit, wenn Sie bereits eines besitzen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Sie die nepalesische Babymassage ebenfalls bereits bei uns auf der Geburtenabteilung erlernen können. Diese Massagetechnik unterstützt die Beziehung zwischen Mutter, Vater sowie Kind und fördert die gesunde Entwicklung aller wichtigen Körperfunktionen. So begünstigt die Massage einen gesunden Schlafrhythmus, wirkt beruhigend auf den Magen-Darm Trakt und regt das körpereigene Immunsystem des Neugeborenen an. Der Kurs wird von einer erfahrenen diplomierten Pflegefachfrau geleitet, welche selbst Mutter von drei Kindern ist. Sie ist ausgebildet in der Newar-Babymassage. Die Massage kann während des Wochenbettaufenthaltes im Spital Männedorf erlernt werden.

Die Kosten für zwei Durchführungen betragen während des Spitalaufenthalts CHF 180.–. Die Anmeldung erfolgt während des Spitalaufenthalts über ihre Bezugspflegende.

Rooming-in

Sie und Ihr Neugeborenes betrachten wir als eine Einheit. Ihr gemeinsames Wohlergehen liegt uns am Herzen. Sie können Ihr Baby bei sich im Zimmer haben. Unsere Zimmer sind mit Babybettchen ausgestatten, die an der Seite des Bettes der Mutter befestigt sind und so jederzeit Berührungen ermöglichen. Sie erleichtern auch die Pflege und das Stillen. Väter sind ebenfalls herzlich willkommen. Auch zum gemeinsamen Essen in Ihrem Zimmer oder zum Familienfrühstück in unserem schönen Wintergarten.

Besuche nach der Geburt

Grundsätzlich verfolgen wir eine grosszügige Besuchspraxis für Väter und Geschwister, erlauben uns aber, Besuche aus dem Zimmer zu bitten, wenn wir pflegerische oder ärztliche Verrichtungen vornehmen oder wenn Mitpatientinnen Ruhe brauchen. Unsere Café-Bar im Erdgeschoss bietet einen guten Rahmen, um externe Besuche zu empfangen. Wir empfehlen Ihnen, schon im Vorfeld die Besuche einzuschränken, damit Sie sich als junge Eltern möglichst intensiv Ihrem Kind widmen können.

Noch mehr Komfort

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Wieder Zuhause

Zuhause wird sich zu Beginn alles um Ihr Baby drehen. Nach und nach werden Sie sicherer im Umgang mit Ihrem Baby. Wichtig ist, dass Sie in der ersten Zeit zu Hause tatkräftig unterstützt werden – entweder durch Ihren Partner oder Freunde und Familie. Hilfreich ist zudem die Unterstützung einer freischaffenden Hebamme, die man idealerweise bereits während der Schwangerschaft kontaktiert. Themen, die einem durch die ersten Wochen nach der Geburt begleiten.

  • Nachkontrolle

    Die Nachkontrolle findet in der Regel sechs Wochen nach der Geburt bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin statt und für Ihr Kind nach vier Wochen beim Kinderarzt respektive der Kinderärztin. Bei folgenden Beschwerden benötigen Sie bereits früher medizinische Hilfe:

    • Fieber
    • Gerötete und/oder schmerzhafte Brust
    • Vaginale Blutung, die viel stärker als eine normale Menstruationsblutung ist
    • Übelriechender Scheidenausfluss und Bauchschmerzen
    • Rötung und Schmerzen an der Damm- oder Kaiserschnittnaht
    • Einseitig dickes, schmerzhaftes Bein
    • Atemnot, Kreislaufschwäche, Unwohlsein, starke Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Augenflimmern

    Melden Sie sich bitte bei Ihrem behandelnden Arzt, Ihrer Ärztin oder bei unserem Dienstarzt (Tel. +41 44 922 22 11).

  • Rückbildung

    Die Rückbildung der Gebärmutter dauert zirka sechs Wochen. Bis nach dem Abschluss der Rückbildung sollten sie Hallen- oder Freibäder aus hygienischen Gründen meiden. Zuhause dürfen Sie aber ab sofort wieder duschen und baden.

    Sechs bis acht Wochen nach der Geburt empfehlen wir Ihnen zudem einen Kurs für Rückbildungsgymnastik zur Kräftigung des Beckenbodens sowie der Bauch- und Rückenmuskulatur. Muss der Beckenboden speziell gestärkt werden, empfehlen wir Ihnen ein instruiertes Beckenbodentraining, zum Beispiel bei unseren spezialisierten Physiotherapeutinnen. Bei Inkontinenz oder Schmerzen im Beckenbodenbereich beraten wir Sie gerne in unserer Spezialsprechstunde.

  • Rund ums Stillen

    Während des Spitalaufenthaltes nach der Geburt, haben unsere Pflege Ihnen gezeigt, wie Sie mittels Brustmassagen Milchstauungen vorbeugen und Ihre Brust kontrollieren können. Wenden Sie diese Massagen auch Zuhause vor dem Stillen an. Das wirkt sich positiv auf den Milchspendereflex aus, entspannt gleichzeitig und lässt die Milch besser fliessen. Beachten Sie, dass folgende Symptome Anzeichen für einen Milchstau sein können:

    • Verhärtungen (Knötchen)
    • Schmerzen
    • Erwärmungen
    • Rötungen
    • Erhöhte Temperatur

    Zur Behandlung empfehlen wir Ihnen:

    • Vor dem Stillen warme Wickel auflegen und/oder warm duschen
    • Sanfte Brustmassage
    • Häufiges Ansetzen
    • Verschiedene Stillpositionen anwenden
    • Restliche Milch ausstreichen oder abpumpen
    • Nach der Entleerung der Brust kalte Wickel auflegen (z.B. Coldpack, gefrorene Erbsen in der Packung, Quarkwickel, Weisskohl)
    • Sich viel Ruhe gönnen, evtl. Freunde oder eine Haushalthilfe zur Unterstützung beiziehen

    Sollten sich die Symptome damit nicht lindern lassen oder haben Sie zusätzlich Fieber, wenden Sie sich bitte an Ihre persönliche Hebamme oder an das Stillambulatorium des Spitals Männedorf (Tel. +41 44 922 21 55).